Im Laufe des mehrjährigen Projekts “SmartSenior: Intelligente Dienste und Dienstleistungen für Senioren” haben 28 Partner aus verschiedenen Branchen und Forschungsbereichen, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Technologien und Dienstleistungen entwickelt und erfolgreich erprobt, die Senioren im Alltag unterstützen. Ziel ist es, die Selbstständigkeit, Gesundheit, Mobilität und Sicherheit der Senioren länger aufrecht zu erhalten. Faktoren, die immer wichtiger werden in unserer heutigen Zeit des demographischen Wandels.

Zu aller erst müssen natürlich die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, um das eigene zu Hause mit der bestmöglichen Technik ausstatten zu können. Außerdem müssen die Veränderungen, die in den eigenen vier Wände vorgenommen werden, akzeptiert werden. Vielen Menschen fällt es schwer, zuzugeben, dass man älter wird und auf Hilfe angewiesen ist. Des weiteren kann die Tatsache, dass man sein zu Hause eines Tages an seine Kinder vererben möchte, dazu führen, sich gegen einen Umbau zu entscheiden.

Smart Home

Verbessertes Wohnumfeld durch altersgerechte Anpassung

Abgesehen von der physischen Anpassung der eigenen vier Wände, ist es unumgänglich auch eine Service-Dimension zu implementieren, die den Senioren Dienstleistungen anbietet, die ganz im Sinne ihrer Bedürfnisse und Wünsche sind. Im Alter spielt das zu Hause eine sehr große Rolle, da viele Senioren unter anderem an ihr Heim gebunden sind. Daher ist es von großer Bedeutung, eine Erweiterung des Wohnumfeldes, mithilfe verschiedener Dienste, anbieten zu können. Die meisten dieser Dienstanbieter sollten sich in nächster Nähe befinden, das heißt nur wenige Kilometer vom Wohnsitz des Seniors entfernt. Des weiteren sind der soziale Link und die Aufrechterhaltung der Beziehungen zu Familie und Freunden die Hauptfaktoren für eine bessere Lebensqualität im Alter.

Mediationsplattformen zur Unterstützung von Senioren

Die Mediationsplattformen im Internet, die darauf ausgelegt sind, Beziehungen zwischen Privatpersonen (Familie, Freunde etc.) aber auch zwischen letzteren und qualifizierten Dienstleistern herzustellen, sind ohne Zweifel eine passende Antwort auf die bereits erwähnten Bedürfnisse der Senioren. Beispielsweise in Kombination mit AAL (Ambient Assisted Living), welches die Betreuung im Wohnumfeld umfasst, oder im Bereich der Telemedizin, wozu telemedizinische sowie ärztliche oder therapeutische Betreuung zählen.

Das Ziel ist völlig einleuchtend: das Wohnumfeld der Senioren zu erweitern, indem man ihnen nützliche Dienste anbietet, die den sozialen Link zu allen Personen fördern, die ihnen dabei helfen wollen, ihr Leben leichter zu gestalten. Und damit sind nicht nur Dienstleister gemeint, sondern auch Freiwillige, Familien oder besorgte Nachbarn, denen das Wohlergehen und die Lebensqualität einer nahe stehenden Person wichtig sind.

Verbessertes Wohnen für Senioren

 

Man kann also, anstelle von einem veränderten Wohnumfeld, von einem verbesserten Wohnumfeld sprechen, welches erfolgreich Technologie vermenschlicht und ganz natürlich in die Umwelt des Seniors integriert.

Diese “Verbesserung” wird konkret durch die Installation neuer Technologien aus dem Bereich Hausautomation und den vielversprechenden “intelligenten Objekten“, die Domizil und Person Schutz bieten, aber auch durch den Zusammenschluss und den Austausch von Informationen zwischen Senioren und deren nähren Umfeld.

Rund um den Senior bildet sich also ein privates soziales Netzwerk, in dem die Technologie integriert ist und somit menschlicher wirkt, und in dem das Umfeld des Seniors dessen Lebensqualität verbessert.